Sommer 2009

Mesa Verde

Unser erster Stopp galt den Überresten der Anasazi- Kultur in Mesa Verde. Gecampt haben wir auf dem einfachen, aber sehr schön gelegenen Morefield Campground direkt hinter dem Visitorcenter. Von dort aus haben wir uns zunächst im sehenswerten Museum auf der Chapin Mesa bei den Park Headquarters einen Einblick über die Anasazis verschafft, bevor wir das Spruce Tree House unterhalb des Museums besichtigten.
Von den beiden Loops wählten wir den westlicheren aus, um über den Clife Canyon zum Balcony House zu sehen. Ohne Baby on board hätten wir natürlich die Klettertour am Balcony House (Kosten 3$) mitgemacht.

Salt Lake City

In Anlehnung an Brigham Young sagten wir uns auf Antelope Island "This is the place!" und bauten dort am Salzsee unseren Tenttrailer für 2 Nächte auf. Der einfache und großzügig angelegte Campground besticht durch seine idyllische und ruhige Lage. Zudem waren nur wenige Gäste zu dieser Zeit da.
Für die Besichtigung des Tempelbezirkes haben wir uns einen Tag Zeit genommen, um in Ruhe alle religiösen Monumente und historischen Stätten der Mormonen auf uns wirken zu lassen. Besonders beeindruckend war die Teilnahme an einer Probe in der Konzerthalle. 

Yellowstone

Auf dem Weg zum Yellowstone Park machten wir zunächst einen Zwischenstopp im Grand Teton National Park. Dort war die Nacht schon merklich kühler und unsere Heizung kam das erste Mal zum Einsatz.
Trotz frühzeitigem Start zum Yellowstone Park konnten wir keinen der begehrten Plätze auf den zahlreichen Campgrounds ergattern. Dieses Vergabesystem ärgerte uns dann so sehr, dass wir am Nachmittag den Park verließen, um in Yellowstone West einen kommerziellen Campground zu nehmen.
Die folgenden 2 Tage besuchten wir von dort aus die brodelnden, dampfenden und stinkenden Wasser- und Schlammlöcher im Park. Wir sahen Bisons, Adler und Hirsche.
Abends genossen wir den Blick über den See am Campground und Leckeres vom Grill.








Seattle und Pazifikküste
Auf dem Weg nach Seattle verließen wir in Spokane die I-90, um den North Cascades National Park zu erreichen. Dort übernachteten wir am traumhaften NF- Campground Marble Creek, direkt im dichten Regenwald. Seattle erreichten wir über die #20 und I-5. Am Lake Plesant gefiel es uns so gut, dass wir uns gleich für 2 Nächte einbuchten. Der kommerzielle Campground ist liebevoll um einen See angelegt und absolut ruhig. Ein echter Geheimtipp für die ansonsten meist so lauten und eng angelegten Großstadtcampingplätze. Von dort aus erkundeten wir Seattle: zuerst fuhren wir auf den 210 Meter hohen Space Needle, um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Dann gings mit der Monorail ins Zentrum, die wir weiter zu Fuß durchquerten. An der Waterfront haben wir das Markttreiben und die leckeren Köstlichkeiten genossen.
Die Fahrt nach San Francisco legten wir über die 101 zurück, um die riesigen Reedwoods und Strände am Pazifik zu erleben. Oft war es so neblig, dass wir das Meer zumeist nur erahnen konnten. Wir machten trotzdem sehr schöne Wanderungen an den mit Treibholz gefüllten Sandstränden. Übernachtet haben wir natürlich auch im Redwood Nationalpark. Zwischen den Baumriesen kommt man sich sehr klein vor. Die Avenue of the Giants sollte man auf keinen Fall verpassen. Wir durchquerten (nur zu Fuß, da unser Trailer zu breit dafür ist) einen der riesigen Redwoods. Leider mussten wir unseren ursprünglichen Plan, San Francisco auf der 1 zu erreichen, aufgeben, da uns eine Autopanne nach Santa Rosa zwang. Vielen Dank an das nette Team der Mercedes Werkstatt.

San Francisco

Brücke im Nebel
Nachdem das Auto wieder versorgt war, nahmen wir uns auf dem KOA einen Stellplatz. Von dort aus fuhren wir nach San Francisco. Die Golden Gate zeigte sich an allen 3 Tagen nebelverhangen. Andreas und Coco nutzten die Gunst der Stunde, um sich mit schicken San Francisco Jacken einzudecken. Die Stadt kann man gut zu Fuß erkunden: Chinatown, Fisherman's Wharf, Cable Cars, Crookedest Road of the World, Marina Boulevard... Selbst die Golden Gate überquerten wir zu Fuß (alternativ mit Bike möglich). Nach so viel Fitnessprogramm legten wir abends ohne schlechtes Gewissen die Steaks auf den Grill.

Joshua Tree
Eigentlich hatten wir noch vor den Yosemite Nat. Park zu besuchen, aber auch hier ärgerte sich Andreas so sehr über das Vergabesystem, dass wir den Park trotz Reservierung wieder verließen. Wir machten kurz entschlossen im Joshua Tree Nat. Park Stopp. Der ist auch sehr schön, aber um diese Jahreszeit noch sehr heiß. Dafür waren die Campgrounds fast menschenleer und wir hatten nur wenige Nachbarn. Ein ruhiger Abschluss unseres manchmal stressigen Urlaubs.
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